Geschichte

Ladenburgkann den Anspruch erheben, zu den ältesten Städten Deutschlands zu zählen.

ZweiJahrtausende städtischer Kultur formten das Bild dieser Stadt. Uralte Abkunftverkündet auch der Name der Stadt, der bereits romanisiert im zweitenJahrhundert Lopodunum lautete, aus dem Lobdenburg, Laudenburg und schließlichLadenburg wurde. So weist der eigentlich keltische Name in seiner Übersetzung„Seeburg“ oder „Seestadt“ auf die einstige Verteidigungslage der erstenSiedlung hin, die von heute noch nachweisbaren Neckarläufen umzogen war.

Würde manunter der „Sackpfeife“ in die Tiefe graben, träte wie kaum an einer anderenStätte die ganze antike Vergangenheit zu Tage. Hier verliefen nämlich Wall,Wehrmauer und Spitzgraben des römischen Holz- und auch des späterenSteinkastells, wo gegen Ende des ersten Jahrhunderts n. Chr. das 1.Reiterregiment der niederrheinischen Canninefaten in Garnison lag. Darüberliegen die mächtigen Mauerzüge der römischen Marktbasilika und des westlichangrenzenden Forums aus den zweiten und dritten Jahrhunderten, als LadenburgHauptort der von Kaiser Trajan im Jahr 98 gegründeten Civitas Ulpia SueborumNicretum war.

Als nach derZerstörung der Römerstadt durch die Alemannen Ladenburg zur Hauptstadt des nachihm benannten fränkischen Lobdengaus erhoben wurde, erhielt die Stadt einenKönigshof, aus dem bereits 635 der spätere Bischofshof der Wormser Bischöfehervorging.

Übertausendjährige bischöfliche Herrschaft verlieh der Stadt das heutige nochweitgehend mittelalterliche Aussehen.

Aber es lebt auch die Antike weiter.Anstelle der römischen Markthalle war nämlich unter Nutzung ihrer Fundamentedie St. Galluskirche getreten und auch in den Bürger- und Bauernhäusern sowiemancher Scheuer wurden unzählige römische Quader bis auf den heutigen Tagweiterverwendet. Selbst in der um 1200 errichteten Stadtmauer konnte man nochrömische Altäre und Inschriftsteine als Baumaterial entdecken.

Über diesenTrümmern der Vergangenheit erhebt sich nun seit dem Jahr 1598 einer derinteressantesten Holzbauten des unteren Neckarlandes. Vermutlich hat einoberrheinischer Baumeister dieses Kleinod geschaffen, dessen nächste Vergleichein Kolmar oder Kaysersberg im Elsaß zu finden sind.

Mit seinenHolzgalerien zur Straßen- und Hofseite, seinen bleiverglastenSchiebefensterchen und den altväterlichen Stuben unter mächtigen Balkendeckenrepräsentiert so die „Sackpfeife“ eigentlich ein seltenes Beispielalemannisch-oberrheinischer Hauskultur der Renaissancezeit, deren nördlichsterVertreter sie auf deutschem Boden ist.

 

Essen*

Bedienung*

Ambiente*

Sauberkeit*

Preis/Leistung Verhältnis*